Audiofeatures zur Ausstellung

Auf den Audiofeatures sind Stimmen und Informationen zu rechter Gewalt in der Bundesrepublik zu hören.

Track 1: Rechte Gewalt in der Bundesrepublik
erinnert an die Eskalation rechter Gewalt nach der deutschen Vereinigung, die in den pogromartigen Angriffen von Rostock-Lichtenhagen 1992 gipfelte. Das erschreckende Ausmaß rechter Gewalt dokumentierte erstmals eine im Jahr 2000 erschienene Chronik, auf der auch die Ausstellung basiert. Der Journalist Frank Jansen spricht über seine Recherchen zur Chronik “Opfer rechter Gewalt” (2000). Er thematisiert die Verweigerungshaltung bei Polizei und Justiz, die Defizite des staatlichen Erfassungssystems, das nach dem Erscheinen der Chronik geändert wurde und gibt eine Einschätzung zum aktuellen Ausmaß rechter Gewalt.
 Rostock Lichtenhagen 1992 (14 min, 27 mb)

Track 2: Der Mord an Alberto Adriano in Dessau (2000)
Adé Bantu, Initiator des antirassistischen Musikprojekts “Brother Keepers” erzählt, wie ihn seine Wut und Betroffenheit über den rassistischen Mord Alberto Adriano bewogen hat, selbst aktiv zu werden: “Wenn man schweigt, haben die Rechten gewonnen.” Er spricht über die Gründung der “Brothers Keepers”, den Song “Letzte Warnung” und eingene Erfahrungen mit Rassismus.
 Alberto Adriano / Dessau 2000 (15 min, 29 mb)

Track 3: Der Mord an Klaus-Peter Beer in Amberg (1995)
Die Filmemacherin Gabriele Jenk berichtet von der Entstehung ihres Films über Klaus-Peter Beer, der ermordet wurde, weil er schwul war. Sie erzählt von den Widerständen und Schwierigkeiten mit denen sie bei ihren Recherchen vor Ort konfrontiert war.
 Klaus-Peter Beer / Amberg 1995 (12 min, 22 mb)

Track 4: Der Mord an Bernd Köhler in Templin (2008)
Zwei rechte Jugendliche aus Templin ermordeten den arbeitslosen und alkoholkranken Bernd Köhler bestialisch. Judith Porath und Johanna Kretschmannvom Verein Opferperspektive haben die Angehörigen betreut. Sie sprechen über die Reaktionen auf den Mord in Templin und über ihre Arbeit.
 Bernd Köhler / Templin 2008 (17 min, 33 mb)

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